Dernier Cri

Bleibendes

Im 19. Jahrhundert spaltete sich das Gedenken an die Toten in ein kollektives auf dem Friedhof und in einen speziellen privaten Erinnerungskult im Haus auf. Während man auf den Friedhöfen Grabmale errichtete, führte der häusliche Gedächtniskult zur »Konservierung des Zim-
mers« der verstorbenen Person und zum Sammeln von Souvenirs, zu denen vor allem Fotos, aber auch Gedenk-
schmuck – teilweise aus den Haaren der Verblichenen – gehörten.

In der Forderung, die Asche der Verstorbenen zuhause aufzubewahren, drückt sich letztendlich das Bedürfnis aus, Trauer und Totengedenken vollends zur privaten Angelegenheit werden zu lassen.

zu den Ausstellungsbeiträgen

Ammermüller Baarmann Banach Bergmeister Bogra GmbH Bräg Brand-Distelhoff van der Burght Burla Colani Dresen Drews Dudek Freymadl Fritschi Giers Griehl Hauser Heilhaus-Stiftung Ursa Paul Herz Hopp Jahn Jansen Jarosewitsch Kienle Kleine-Börger Kunz Marschinke Matejek Moineau Morf Niemann Nordt Oerding Oetken de Oliveira Petrick Rademaker Rayner M. Schär Th. Schär Scheel Schell-Peters Schlenke Schmücker Schobinger Scholz Schönfeld Schürgut Segers Siotto Spiegel Spiekermann Steinborn Stern Struck Tamm Thürich Traber Treulieb Twielemeier Uellendahl Werner Westerhellweg Willems Willer van Wissen Wittmann Wyss J.-W. van Zijst S. van Zijst Zinßer
dernier cri designer gestalten den abschied museum für sepulkralkultur kassel
8.april - 18.juni 2006